So ganz warm wird es heute doch nicht, wir hätten uns sonst einen Badetag hier heroben gegönnt. Doch da sich wieder eine Hitzewelle abzeichnet, nutzen wir die nächsten, noch kühlen Tage besser zum Wandern und „verharren“ dann am Natur Badesee in Lavamünd. Soweit der Plan.
Natürlich braucht die Entscheidung Zeit und den Kindern hatten wir schon ein bisschen versprochen heute dazubleiben, daher verzögert sich der Abmarsch bis zum frühen Nachmittag, aber Hauptsache wir kommen los.

Entlang der Seestraße, über die Grenze Steiermark/Kärnten, vorbei an Charlie’s geschlossener Wanderertankstelle, hindurch durch ein größeres Motivationstief bis ganz hinten nach Sankt Vinzenz – dem Überbleibsel einer im Stausee versunkenen Ortschaft, die einst Glas produzierte, welches angeblich heute noch in so manchem Prunkpalast von Frankreich bis St. Petersburg zu finden ist.

Viel mehr als eine kleine Kirche und die alte Schule ist nicht übrig geblieben, Schatten für eine Jause gibt’s aber genug und ab dann geht’s aufwärts, durch ein Forststraßen-Labyrinth, das wir nur durch das Kombinieren verschiedener Karten in eine eventuell durchgängige Route bis zum Gosskreuz entwirren können.
Benjamin geht mit Hannes voraus und ist heute kaum zu bremsen. Der Wald wird jeden Meter schöner und am höchsten Punkt von über 1300m möchte man sich einfach nur noch hineinlegen. Kleine Bäche, Moosteppiche, Heidelbeersträucher und Zittergrasfelder, alles auf einmal.

Es ist mittlerweile dunkel, kalt und die Kinder sind berechtigterweise müde. Wir gehen ein Stück hinab Richtung Lavantal und schleichen dann einen Waldweg hinein in den Prinz von Croy’schen Wald, Isomatten aufgeblasen, im Finsteren Nudeln gegessen und unter tausenden Sternen eingeschlafen. Erholen von 9km und über 300 Höhenmetern : )

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