strahlenfreie Waldgegend mit Sicht auf die Sterne

Da wir gestern vom Regen aufgehalten wurden, können wir heute doch noch das zuvor geschlossene Gasthaus besuchen! Nach einem pompösen Mittagessen packt uns die Wirtin eine gewaltige Portion Käse, Schinken, Speck und Gemüse ein – die nächsten Tage kann uns nichts passieren.

Wir wandern einer kaum befahrenen Straße entlang durch einen wunderschönen Wald und springen dann irgendwo in einen kleinen Bach.

Da kommt ein Auto um die Kurve und drinnen sitzen zwei, mit denen wir gestern in Sankt Vinzenz geplaudert haben. Sie laden uns auf einen Kaffee ein und wir treffen uns im abgeschiedenen Haus ohne Strom und Gas auf einer Almwiese wieder. C. erklärt uns, sie sei seit Jahren auf der Flucht vor Elektrosmog und daher immer tiefer in die Wälder gezogen. Der 80 jährige F. erzählt uns von vergangenen Tagen und wie sich die Gegend über die Zeit entwickelt hat. Wir verbringen einen spannenden Nachmittag und sind erst spät wieder auf Wanderschaft.

Aber wir haben den vorerst höchsten Punkt (ca. 1100m) erreicht und es geht leicht bergab. Wir nutzen den Schwung und kommen noch bei Licht an der neuen Kirche von Rothwein an.

Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir die einfachere Strecke über ein Bundesstraße mit vielen Motorrädern wählen oder ins Ungewisse dem ‚Weg 8‘ folgen, der auf kaum einer Karte zu finden ist. Das Problem dabei ist, dass wir dazu zuerst auf 500m hinunter und dann wieder auf 1200m hinauf müssten. Eine Sackgasse oder ein für unseren Willi unpassierbares Stück würde einen langen Rückweg bedeuten. Gasthaus gibt’s hier weit und breit keines mehr. Wir vertagen die Entscheidung auf morgen und schlafen unter freiem Himmel an der Rückwand der Kirche. Mal schauen, was der morgige Tag bringen wird.

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