Warm, wärmer…

So ganz ist die Motivation in der Früh noch nicht wiedergekehrt, vor allem bei Anna, die in der Nacht erneut etwas mit Lola zu kämpfen hatte. Wir haben diesmal probiert, ob sie allein im Doppelschlafsack mehr Ruhe finden würden, dafür fehlte diesmal die Anlehnhilfe von Hannes, der seinerseits etwas kalt hatte unter der dünnen Picknick-Decke.

Aber den Kindern war immerhin nichts anzumerken, die wollten schnell wieder auf den Weg. Los gehts ohne Frühstück, doch das angepeilte Gasthaus hat heute geschlossen. Also weiter ohne Kaffe und Frühstück, hinauf, hinauf in der prallen Sonne.

Mit kleinen Spielchen und zwei Äpfeln im Bauch kommen wir an einem wunderschönen Bauernhof vorbei, wo wir um Wasser bitten. Die reizende alte Dame zeigt uns stolz den Nachwuchs ihrer Enten, lässt uns Kirschen pflücken und erzählt uns so einiges aus ihrem Leben. Mit neuem Schwung setzen wir unsere Reise fort und entscheiden uns für einen Umweg zum einzigen Gasthaus der Gegend.

‚Heute haben wir eine interne Feier und daher erst ab 5 Uhr offen.‘ Etwas widerwillig verkauft uns die Wirtin 5 Scheiben Brot. Tja, also mit Brot und Wasser den Weg zurück und dann erst einmal an einem Bach im Wald ausruhen und abkühlen.

Weil jetzt geht’s durch die gnadenlose Hitze über weite Felder hinunter, dann wieder rauf, und dann so richtig steil hoch zu einem Hof, damit wir danach wieder hinunter gehen dürfen.

Den Kindern scheint das aber irgendwie zu gefallen. Vielleicht wissen sie nichts von einer Alternative (3 Monate am Strand liegen zum Beispiel), oder die Hitze macht ihnen gar nicht so viel aus. Vielleicht gefällt’s ihnen aber auch einfach, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, denn soviel miteinander gequatscht und geblödelt wie hier haben wir schon lange nicht.

Dass es aber doch auch anstrengend ist, beweist Benjamin, als er auf den letzten Metern unserer heutigen Etappe auf dem Wagen sitzend einschläft. Er sieht aus wie ein Westernheld, der mit letzter Kraft auf seinem Gaul den kleinen rettenden Ort erreicht. Und lustigerweise landen wir auf einer Ranch, die ganz dem wilden Westen gewidmet zu sein scheint. Ronja ist im siebten Himmel und streichelt die nächsten Stunden nur noch Pferde, Benjamin ruht sich aus, Lola krabbelt in alle Richtungen und grinst über beide Ohren.

Die Großen plaudern bei einem kühlen Bier mit dem super sympathischen Sebastian und seinem Vater über unseren Plan, den Südalpenweg (Weitwanderweg 03) zu verfolgen und erfahren, welche Abschnitte mit unserem Wagen machbar sind und wo es unmöglich ist.

Dann hüpfen wir in den kühlen Badeteich (!) und beziehen unser Luxus-Appartment.

Heute bringen wir die Kinder früh ins Bett und bloggen den ganzen Abend!! Denkste. Anna schläft mit Lola um 8 Uhr ein, Benjamin steht da wieder auf, kurz dannach Lola. Also sitzen Hannes, Benjamin und Lola noch lange am Balkon und betrachten den Mond und die Pferde.

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